Drei deutsche Meisterschaften am Pfingstwochenende, alle in Sprintdisziplinen, davon eine Premiere im deutschen OL: Knockout-Sprint – eine richtig spannende Publikumsveranstaltung, denn die insgesamt 14 kurzen knackigen Wettkämpfe mit nur 60 qualifizierten Athleten fanden direkt im und um das Wettkampfzentrum (Gestüt Bad Harzburg) statt und konnten an allen kritischen Stellen hautnah beobachtet werden. Zusätzlich gab es Kameraübertragung und Live-GPS. Zu unserem großen Stolz konnte sich Jule qualifizieren, kam sogar bis ins Finale und holte dort die Bronzemedaille.
Wer (wie der Verfasser) dachte, Knockout-Sprint sei nur ein Hinterherlaufen, bei dem unausweichlich die physisch Schnellsten gewinnen, wurde eines Besseren belehrt, denn Jule konnte mit kühlem Kopf und sorgfältigem Kartenlesen trotz hohen Tempos aufschließen und das Blatt wenden, als die Spitzengruppe einen kleinen Fehler machte.
Beim Einzelsprint am Pfingstsonntag konnten wir dann alle aktiv teilnehmen – Claudia und Korbinian erreichten Plätze 2 und 5 im B-Finale, wir vier anderen hatten uns fürs A-Finale qualifiziert. Birgitt errang dabei mit einem Zielsprint den Meistertitel, der Verf. verpasste um nur 20 Sekunden eine ohnehin nicht erwartete Bronzemedaille und klopft sich somit zufrieden auf die Schulter.
Wenn schon die ersten beiden Veranstaltungen mit ihren künstlichen Sperren, engagierten Sprechern und ansprechenden Wettkampfzentren äußerst aufwendig waren, klotzte der Bahnleger bei der Sprintstaffel am Montag mit Highlights: Mit den Gassen und Treppen im mittelalterlichen Hornburg war es nicht genug, sondern es wurden sogar mehrere private Höfe, Weiden, Grundstücke und eine Kirche (!) in das Rennen einbezogen. Ein wirklich hochkarätiger Sprint, der den Verf. sowohl körperlich als auch geistig an mehreren Stellen an seine Grenzen brachte. Im Ergebnis landeten wir als (fast) Familienstaffel in der Hauptklasse auf einem fantastischen 11.Platz – wenn auch nur, weil ein günstiger Zufall es uns ermöglicht hatte, dass wir den deutschen Meister der H-18 als Gastläufer für den fehlenden 2. Herren gewinnen konnten. „Aus Bordmitteln“ wären wir vielleicht 16. geworden und damit genau im Mittelfeld gelandet (eigentlich auch nicht schlecht).
Ein solches Wochenende beflügelt und bleibt sicher lange im Gedächtnis.






